Filmtipps zum Berlinale Summer Special 2021


LA MIF

Still aus LA MIF von Fred Baillif © Stéphane Gros / Lumière Noire

Still aus LA MIF von Fred Baillif © Stéphane Gros / Lumière Noire

Darum geht es:
In einem Jugendheim in der Schweiz lebt eine etwas andere Familie. Vollwaise Audrey (Anaïs Uldry), 17, wird in flagranti mit einem 14-jährigen erwischt, Novinha (Kassia da Costa) leidet darunter, dass ihre Mutter kein Interesse an ihr zeigt, Précieuse (Joyce Esther Ndayisenga) wurde von ihrem Vater sexuell missbraucht, Tamra (Sara Tulu) hat Angst, abgeschoben zu werden, Alison (Amélie Tonsi) ist unglücklich in Caroline (Amandine Golay) verliebt und Justine (Charlie Areddy) belastet ein Ereignis aus der Vergangenheit. Und auch die kompetente, erfahrene und empathische Heimleiterin Lora (Claudia Grob) schlägt sich neben ihrer herausfordernden Arbeit mit privaten Problemen herum.

Hier gehts zu Stefanie Borowskys Langkritik von LA MIF.

Was du zum Film wissen musst:
Fred Baillif, ausgebildeter Sozialarbeiter und als Filmemacher Autodidakt, legt den Fokus in seinem Spielfilm THE FAM auf die Gemeinschaft in einem schweizerischen Jugendheim, deren Mitglieder er in lose voneinander abgegrenzten Kapiteln vorstellt. Baillif drehte THE FAM in nur zwei Wochen, mit Handkamera und viel natürlichem Licht – und ließ die Darsteller:innen alle Dialoge improvisieren. Gedreht wurde in einem Jugendheim, zum Teil mit echten Sozialarbeiter:innen. So gelingt Baillif ein glaubwürdiger, realitätsnaher Spielfilm, in dem die Grenzen zum Dokumentarfilm immer wieder bewusst verwischen. Auf der Berlinale 2021 erhielt Baillif für THE FAM den Großen Preis der Internationalen Jury für den Besten Film im Wettbewerb Generation 14plus. – StB

Termine beim Berlinale Summer Special 2021:
Samstag, 12. Juni, 21:30 Uhr, Freiluftkino Rehberge
Montag, 14. Juni, 21:45 Uhr, Freiluftkino Pompeji

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