Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…

„The Deflowering of Eva van End“ von Michiel ten Horn

Zerstörtes Familienidyll Was für ein Genuss die Zerstörung einer Fassade sein kann: Eben noch sitzt die Familie einträchtig am Frühstückstisch – im nächsten Moment ist von der bürgerlichen Sittsamkeit nichts mehr übrig. Die Mutter findet sich auf einem schmerzlichen Selbstfindungsexkurs wieder. Der Vater verliert sich im Zwiespalt und der älteste Sohn die sexuellen Orientierung gleich […]

Interview mit Ali Samadi Ahadi zu “45 Minuten bis Ramallah”

Regisseur Ali Samadi Ahadi hat mit "45 Minuten bis Ramallah" eine Schwarze Komödie vorgelegt. Im Interview erklärt er, wie Terroristen und Bomben in seine Komödie passen, stellt Bezüge zwischen seiner Hauptfigur Rafik und seiner eigenen Biografie her und berichtet, dass seine Mutter im Iran als Reaktion auf seinen letzten Film "The Green Wave" verhaftet wurde.

Around the World in 14 Films: Filmkritiken im Überblick

Internationale Künstler wie Sophie Fiennes, Ziad Doueiri und Alejandro Jodorowsky bilden in diesem Jahr den Rahmen für die ausgesuchten Filme des Weltfestivals Around The World in 14 Films. Die Bezeichnung Weltfestival kommt womöglich etwas pathetisch daher - sie fasst dennoch ziemlich gut zusammen, worum es bei diesem Filmfest geht.

„Eisheimat“ von Heike Fink

238 junge Frauen folgen 1949 dem Aufruf des isländischen Bauernverbandes in einer norddeutschen Zeitung. Gesucht werden Landarbeiterinnen aus Deutschland – und zukünftige Ehefrauen für die alleinstehenden Bauern. Mit einem Frachtkutter geht es nach Island. Die Gründe für die Ausreise sind ganz unterschiedlicher Natur. Bei fast allen ist es die Perspektivlosigkeit im Nachkriegsdeutschland. Bei einer Reise […]

„La danza de la realidad“ von Alejandro Jodorowsky

Das Kind in uns erinnert sich. Es erinnert sich an Liebe und Zuneigung in den prägenden Jahren des schmerzlichen Erwachsenwerdens. Vor allem aber erinnert es sich an die eigenen Eltern, die diese Gefühle erstmals zeigten oder vorenthielten. So ergeht es auch dem jungen Protagonisten Alejandro Jodorowsky (Jeremías Herskovits), der in den 30er Jahren in Chile […]

„Stories We Tell“ von Sarah Polley

Intimer Scherbentanz „When you’re in a middle of a story it isn’t the story at all, only a confusion, a dark roaring, a blindness, a wreckage of shattered glass and splinted wood, like a house {…} or a boat crushed by the iceberg. It’s only afterwards, when it becomes anything like a story at all, […]

„Nina“ von Elisa Fuksas

Das Regiedebüt von Elisa Fuksas versprüht einen poetischen Charme, den es auf großer Leinwand selten so pur zu sehen gibt. "Nina" ist wie das Warten auf ein abkühlendes Gewitter an einem drückend heißen Sommertag. Nur viel, viel schöner.

13. Französische Filmwoche Berlin

Frankreich verteidigt seine siebte Kunst mit Zähnen und Klauen. Das Ergebnis sind große und kleine Meisterwerke, wovon sich die Berliner ab Donnerstag, den 5. Dezember, auf der 13. Französischen Filmwoche vergewissern können.

Zurückgespult #8: Emmy für Anke Schäferkordt

In ihrer monatlichen Kolumne Zurückgespult widmet sich Cosima M. Grohmann dieses mal dem deutschen Privatfernsehen und wundert sich über die Auszeichnung mit dem International Emmy für Anke Schäferkordt.

Pablo Berger über seinen Film „Blancanieves“

Pablo Berger muss ein Dickschädel sein. Ein ziemlich sympathischer. Denn als wir den spanischen Regisseur in der vergangenen Woche im Rahmen des Spanischen Filmfestivals zum Interview trafen, begegnete uns ein aufgeschlossener, ruhiger und lausbübisch dreinblickender Regisseur, der insgesamt acht Jahre an einem Film gearbeitet hat.

Interview mit Regisseur Alexander Veledinski

Nach seiner Auszeichnung mit der Lubina beim Film Festival Cottbus verzückt der russische Regisseur Alexander Veledinski mit "Der Geograf, der den Globus austrank" die Besucher der Russischen Filmwoche. Laura Varriale traf ihn zum Interview und hat mit ihm u.a. darüber gesprochen, was Glück bedeutet.

8. Around the World in 14 Films im Kino Babylon

Ab dem 29. November heißt es im Kino Babylon erneut: In neun Tagen und 14 Filmen um die Welt. Eröffnungs- und Abschlussfilm sowie das Spezial gibt es wieder oben drauf. Dazu einen Boxenstop in Deutschland – in diesem Jahr mit Jakob Lass’ "Love Steaks" –, wie immer donnerstags zum Neuen Deutschen Film im Babylon, der abgerundet wird durch die öffentliche Diskussion "Quo Vadis Deutsches Kino?".