Im Magazin-Teil von Berliner Filmfestivals findet ihr alle Beiträge der Redaktion…

Asian Hots Shots findet 2012 nicht statt

Man kann es sich als Zuschauer in seinem Kinosessel gemütlich machen und fest daran glauben, dass das, was einem dort auf der Leinwand präsentiert wird, schon irgendwie von irgendwem bezahlt worden ist. Es ist bezahlt worden. Garantiert! In vielen Fällen, gerade im Bereich der Filmfestivals, ist die Bezahlung allerdings häufig nur virtueller bzw. ideeler Natur.

„Leb wohl, meine Königin!“ von Benoît Jacquot

Macht blendet, Macht zieht an. Das ist eine sehr triviale Aussage, aber darum geht es nun mal in "Leb wohl, meine Königin!". Wir befinden uns am Versailler Hof, als die Französische Revolution ausbricht.

„Artisten“ von Florian Gottschick

Als die Nacht hereinbricht über den Knast, werden die Lichter in den Zellen gelöscht oder angeknipst und das Zirkuszelt auf dem Gefängnishof wirkt wie eine indirekt beleuchtete absurd-groteske Montage - eine ziemlich schöne. Es ist vielleicht der unaufgeregteste Moment in Florian Gottschicks "Artisten" (DE 2011), einem Film, dessen interessante Grundidee unter der Vielzahl seiner Geschichten und seinem überzeichneten Drehbuch begraben wird.

Berlin Documentary Forum 2 im Haus der Kulturen der Welt

Flaniert man dieser Tage durch das frühsommerliche Berlin, fallen mindestens drei Plakatierungen ins Auge: dOCUMENTA 13, eine Seeed-Konzertankündigung, angesetzt für einen Zeitpunkt, der sich 1,5 Jahre in der Zukunft befindet - und die blutroten, schwarzdurchästelten Anschläge für das zweite Berlin Documtentary Forum im Haus der Kulturen der Welt vom 31. Mai bis 3. Juni.

Online abstimmen bei Webcuts

Am 5. Juni werden im Rahmen der webinale (4. bis 6. Juni) wieder spannende wie anspruchsvolle Internet-Kurzfilme auf die große Leinwand projiziert. Die mittlerweile 11. Ausgabe von Webcuts findet diesmal im Café Moskau in Mitte statt. Im Anschluss wird dann auf der großen webinale-Party gefeiert.

Zwischenbericht zum 65. Filmfestival in Cannes

Michael Hanekes "Liebe" ("Amour") gilt bisher als Favorit für die Goldenen Palme des 65. Internationalen Filmfestivals in Cannes.

Max Raabe eröffnet das Jüdische Filmfestival

Die Weltpremiere von "Max Raabe in Israel" wird das 18. Jüdische Filmfestival in Berlin und Potsdam am 4. Juni im Rahmen einer feierlichen Gala im Potsdamer Hans Otto Theater eröffnen.

Mutantenkino-Macher Flux im Gespräch

Noch 216 Tage, dann ist Schluss mit lustig. Das sagt zumindest der Mayakalender. Zeit, sich dem Thema Apokalypse mit all seinen Mythen, zahlreichen Fehlversuchen in der Vergangenheit und zukünftigen Konsequenzen als Vorbereitung auf den großen Knall anzunehmen. Flux, den Organisator von Mutantenkino, begleiten diese Fragen schon sein ganzes Leben. Bevor am Samstag die vierte Ausgabe der Reihe Arbeiten von John Carpenter huldigt, erklärt Flux die Idee hinter Mutantenkino, warum er vergessene und verlassene Orte liebt und wie er sich den Untergang der Welt eigentlich vorstellt.

Kolumne: Einsvierundzwanzig

Was bei vierundzwanzig Bildern pro Sekunde auf und bisweilen auch vor der Leinwand passiert, kann Geschichte schreiben oder auch sofort in Vergessenheit geraten. Unsere Autorin Patricia Schwan schreibt an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen über Erlebnisse und Gedanken zu Film und Kino. Diese Woche hat es ihr die Party-Szene Berlins angetan.

Mutantenkino im Filmrauschpalast Moabit

Mal angenommen, man wacht eines Tages auf, zieht nichtsahnend seine Vorhänge beiseite und entblößt damit ein grauenvolles Bild von der Welt: Ein blutroter, von Asche durchzogener Himmel, verbrannte Erde, die jegliches Leben unmöglich macht und natürlich jede Menge Zombies, die gierig und ausgehungert ihre abgefaulten Nasen an der eigenen Fensterscheibe plattdrücken. Was ist das? Richtig, die Apokalypse!

Rückblick auf die erste Ausgabe des „Korean Cinema Today“

Kultur wird im Wesentlichen verstanden als die Gesamtheit der Verhaltenskonfigurationen einer Gesellschaft, als System der überlieferten Vorstellungen, die den Menschen im Leben Orientierung geben und ihre Wertvorstellungen und Verhaltensweisen prägen. Kultur ist also eine durch menschliches Handeln prägende, sich dabei stetig wandelnde Tiefenstruktur.

Sorgenkind deutscher Kinderfilm

"Wir Älteren sollten die Jungen nicht nur von uns Vorgedachtes nachvollziehen lassen, müssen ihnen zubilligen, aktiv sein zu wollen, im produktiven Sinne unbequem. …", sagte einmal der erst kürzlich verstorbene DEFA Regisseur Helmut Dziuba. Vor dem Hintergrund der Novellierung des Filmfördergesetzes (FFG), das auch das Genre des Kinder – und Jugendfilm berücksichtigt, kochen die Debatten seit Ende des vergangenen Jahres nicht nur um den so genannten "guten Film" sondern auch um die Bedingungen und Richtlinien im deutschen Kinderfilm hoch.