Kino Arsenal

Andrzej Wajda Werkschau

Das Kollektiv ist ein durch seine Geschichte gründlich desavouierter Begriff. In neueren Sozialtheorien spielt er eventuell noch die Rolle eines Schreckgespenstes. Es steht für Anti-Individualismus und nicht selten auch für eine pauschale Abwendung von der Aufklärung und den Prinzipien der Französischen Revolution.

8. One World Festival

Zum achten Mal findet vom 24. bis zum 30. November das One World Festival für Menschenrechte und Medien statt. Wie schon in den Vorjahren hat sich das Festival auch 2011 zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche und globale Missstände aufzuzeigen und anzuprangern.

Afrikamera 2011 im Kino Arsenal

Nach Meinung einer berühmt-berüchtigten Vertreterin der deutschen Aristokratie schnackseln die Bewohner des afrikanischen Kontinents gerne und auch viel und wohl auch fast nur das, wie die Dame 2008 noch einmal in einem weiteren Interview bekräftigte. Schon der damalige Interviewpartner Michel Friedmann stellte erwidernd vor gut zehn Jahren in einer Talkshow fest, dass auch andere Erdbewohner gerne schnackseln und wohl auch mehr als nur das, gleich den Afrikanern.

Retrospektive: Akira Kurosawa im Kino Arsenal

Vom 5. September bis 31. Oktober lädt das Kino Arsenal zur großen Kurosawa-Retrospektive. So kann man nicht nur die Klassiker des Männerkinos auf einer großen Leinwand bewundern, sondern auch eher unbekannte Seiten des Sensei entdecken. Denn die 30 Titel decken sein Schaffen von Mitte der 1940er bis Mitte der 1980er Jahre ab. Aus einer Vielzahl von Gründen wird der 1910 in Tokio geborene Akira Kurosawa als der bevorzugte Regisseur des goldenen Zeitalters des japanischen Kinos gehandelt.

Filmreihe: Wieland Speck im Arsenal

In einem Interview mit der "taz" sagte Wieland Speck einmal: "Wenn jeden Abend in der Vorabendserie Schwule durchs Fernsehen laufen, dann fragen dich die Produzenten, warum du jetzt noch unbedingt einen Film mit einer Schwulenthematik machen willst." Wieland Speck, Jahrgang 1951, ist den Hauptstadtcineasten vor allem durch seine Filme "Westler" und "Escape To Live" und seine Arbeit als Berlinale-Kurator ein Begriff. Das Arsenal feiert mit dem Programm "Wieland Specks bewegte und unbewegte Bilder" (3. bis 22. August) den sechzigsten Geburtstag des Künstlers und Kurators, der über vier Dekaden aktiv queere Geschichte Berlins mitgestaltet hat.

Filmreihe: “Zur Geschichte des Western-Genres” im Arsenal

Das Mißfallen des Einzelnen in einer Welt der Etikette, des seralisierten Alltags und die Einsicht, dass wenig auf der Welt von wirklicher Bedeutung ist, rufen uns ein Genre ins Gedächtnis, dass seit einiger Zeit ein kleines Revival feiert - der Western. Gut 50 Jahre machte er rund ein Viertel aller in Hollywood entstandener Filme aus. Nun beschert uns das Kino Arsenal vom 8. Juni bis 31. Juli ein üppiges Potpourri der wichtigsten Streifen aus dem cineastischen Raum, dessen räumliche Determinanten einzig die Staub- und die Blutwolke stellen. Der Filmkritiker Bert Rebhandl wird am 8.Juni das Programm mit Howard Hawks Genreklassiker "Rio Bravo" eröffnen.

Filmreihe: „Die Kunst der Lichtgestaltung“ im Arsenal

Das Scharnier zwischen den Visionen eines Filmschaffenden und den Bedürfnissen eines Zuschauers nennt man Film. Ein Film ist ein konstruierter Lichtfluss, der gegen eine Wand geworfen, Fantasien materialisiert und die eigenen Bedürfnisse in einen Konsensstrom führt. Er ist bis zu einem gewissen Grade konservativ, doch skeptisch gegen alles Veraltende, bis zu einem gewissen Grade fortschrittlich, doch viel zu sehr Erbe, um zu radikalen Versuchen zwecks allgemeiner Weltverbesserung zu neigen.

Filmreihe „CinemaScope – Bigger Than Life“ im Kino Arsenal

Es ist eine hervorragend eindimensionale Idee, eine Filmreihe über das Verfälschen der Seitenverhältnisse eines Bildmotivs ins Leben zu rufen, aber kurioserweise erweckt gerade das größtmögliche Erwartungen beim Zuschauer. Zu Recht. Jedes spektakuläre, atemberaubende oder expandierende Bild kann in dem Term CinemaScope Einzug halten, wenn es stark genug ist, die Menschen zu gruppieren.

FilmPolska: Erster Einblick in das Festivalprogramm

filmPolska widmet vom sich vom 14. bis 20 April in seiner mittlerweile sechsten Ausgabe neben zahlreichen aktuellen Arbeiten der polnischen Filmindustrie im Kino Arsenal den Arbeiten zweier vielfach ausgezeichneter, international renommierter polnischer Kameramänner: Paweł Edelman und Arthur Reinhart.

Jewish ist jetzt Jüdisch

Im Mai steht die mittlerweile 17. Ausgabe des Jüdischen Filmfestivals Berlin & Potsdam an. Mit der neuen Ausgabe haben sich zwei wesentliche Aspekte verändert. Das Festival heisst nun nicht mehr Jewish Film Fest Berlin und es wird in diesem Jahr erstmals in Potsdam und nicht wie gewohnt im Berliner Kino Arsenal starten.

Berlinale Talent Campus-Filmreihe „Gegen den Strom“

Vom 1. bis 7. April 2011 zeigt der Berlinale Talent Campus im Berliner Kino Arsenal ausgesuchte Kurz- und Langspielfilme aus neun Campus-Jahren. Aus einer Vielzahl von Projektideen, die über die Jahre für die verschiedenen Hands-On Training Programme – Talent Project Market, Doc & Script Station, Campus Editing Studio, Berlin Today Award u.a. – ausgewählt und dort weiterentwickelt wurden, sind international erfolgreiche Filme entstanden.

Tim Burton Werkschau im Kino Arsenal

Tim Burton ist ein Kind seiner Zeit. Geboren in Burbank (Kalifornien) wuchs der Regisseur in einer typisch amerikanischen Mittelschichts-Vorstadtsiedlung auf. Ein Ort geprägt von kultureller Ödnis, am Reisbrett entworfen und der pulsierenden Metropole Los Angeles vorgelagert, gleichwohl unendlich weit weg.