„These Final Hours“ von Zak Hilditch



Zak Hilditch zeichnet in sonnengefluteten Sepiatönen eine Dystopie, die die tiefen Abgründe des Menschlichen offenbart. Der Regisseur entwirft eine Idee, wie ein externer Reiz das über Jahrhunderte mühsam zivilisierte Wesen Mensch in einen archaischen, triebgesteuerten Urzustand zurückwirft. Unter der sengenden Sonne Australiens konzentriert er sich aber eher auf den moralischen Kern tief im Menschen, als auf sein tristes Menschenbild.

These Final Hours“ entwickelt seine Stärken aus der Begegnung von Durchschnittstyp und unschuldigem Mädchen. Der Jedermann trifft auf die unschuldige Kindheit, die ihm so schutzlos ausgeliefert ist, dass er nicht anders kann, als zu helfen – denn ja, das nicht zu tun, wäre unmoralisch. Das mutet kitschig an, wenn das blonde Mädchen den egoistischen James in ein wertvolles Mitglied einer Gesellschaft verwandelt, die sich in Auflösung befindet. Letztendlich vermag es Hilditch nicht zu widerstehen und erlöst seinen Protagonisten im Auge der Apoklaypse, mit Hilfe christlicher Werte wie Liebe und Vergebung.

Denis Demmerle

These Final Hours„, Regie: Zak Hilditch, DarstellerInnen: Nathan Phillips, Angourie Rice, Jessica de Gouw, Kathryn Beck, Daniel Henshall, Sarah Snook, Lynette Curran, David Field, DVD-Start: 19. Februar 2015

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