Filmkritik

„Vic + Flo haben einen Bären gesehen“ von Denis Côté

So recht will das alles nicht zusammenpassen und das Ende bleibt ein Fragment, auf das nie hingearbeitet wurde. Côtés Beitrag eine Enttäuschung.

„Nymphomaniac: Vol. II“ von Lars von Trier

Lars von Triers "Nymphomaniac" zielt auch auf die Hinterfragung moralischer Wertmaßstäbe, die den Einzeln nicht nur limitieren, sondern auch – ähnlich sadomasochistischer Praktiken – züchtigen. Wo der Lustschmerz aufhört, tritt der Weltschmerz ein.

„Zwischen Welten“ von Feo Aladag

Uns trennen Welten Mit Bahnübergängen verhält sich es auf der Welt überall gleich: Man sollte beim Überqueren aufpassen, nicht allzu zügig fahren – aber auch nicht zu schnell. Sie trennen die Orte, manchmal die Welten. Sie eignen sich also hervorragend als Metapher. Feo Aladag bezieht sich in „Zwischen Welten“ sehr eindrücklich auf Übergänge. Ihre Helden […]

„Like Someone In Love“ von Abbas Kiarostami

Schemenhaft Vergeblich sucht man in der überfüllten Bar die junge Frau, die im Off ihrem Freund Rechenschaft ablegt. Es vergeht eine ganze Weile, bis der iranische Filmemacher Abbas Kiarostami („Copie Conforme„) seine Hauptfigur auch für den Zuschauer erkenntlich macht. Die junge Studentin Akiko versucht am Telefon ihren misstrauischen Freund davon zu überzeugen, dass sie nur […]

„My Sweet Pepper Land“ von Hiner Saleem

Ein Western, ein Melodram, eine Gesellschaftssatire – versehen mit einem surrealen Anstrich – so in etwa könnte man “My Sweet Pepper Land” kurz umreißen. Darin schickt Hiner Saleem seinen wortkargen Helden mit Cowboyhut und Pferd ins kurdische Hinterland.

„OPEN WOUND the ÜBER-movie“-Regisseur Jürgen R. Weber über das Schlussmachen mit dem Fernsehen

Im zweiten Teil des Gesprächs hat sich Alina Impe mit "OPEN WOUND the ÜBER-movie"-Regisseur Jürgen R. Weber über seinen Bruch mit dem Fernsehen unterhalten. Könnte sich die im Filmtitel angedeutete offene Wunde auf Webers ungeklärtes Verhältnis zun den alten Arbeitgebern beziehen?

„Stories We Tell“ von Sarah Polley

Regisseurin Sarah Polley geht mit "Stories We Tell" der eigenen Familiengeschichte auf den Grund. Der Dokumentarfilm trägt seinen Charme weit über den familiären Tellerrand der Polleys hinaus.

Interview mit Jürgen R. Weber, Regisseur von „OPEN WOUND the ÜBER-movie“

Berliner-Filmfestivals.de begleitet das Projekt "OPEN WOUND the ÜBER-movie" von der Idee zur Produktion. Zum Auftakt erfährt Alina Impe von Regisseur Jürgen R. Weber was er mit Tesa, GZSZ und Oper zu tun hat.

„Die Frau des Polizisten“ von Philip Gröning

"Die Frau des Polizisten" lässt die lose aneinandergereihten Kapitel in einen seltsam beklemmenden Dialog miteinander treten. Gröning, der Buch, Regie, Produktion, Schnitt und Kamera selbst übernommen hat, wurde dafür in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

„Kreuzweg“ von Dietrich Brüggemann

Soldatin der Nächstenliebe Opferwille, Selbstlosigkeit und Unterwerfung lauten die wichtigsten Dogmen in der Gemeinde der Priesterbruderschaft St. Paulus. Um die Beständigkeit dieser Ideale nach unten abzusichern, werden die jüngsten vor ihrer Firmung – einer jugendlichen Weihe durch den Empfang des heiligen Geistes – nochmals auf die „richtigen“ Werte eingeschworen. Schließlich sichern die Indoktrinierten den Fortbestand […]

„My Dog Killer“ von Mira Fornay

Das slowakisch-tschechische Drama "My Dog Killer" von Mira Fornay zeichnet sich durch eine Einfachheit aus und erzählt zugleich eine Geschichte der Perspektivlosigkeit.

„Noite de Reis“ von Vinicius Reis

"Noite de Reis" ist ein leiser Film. Auf Zehenspitzen tappt Regisseur Vinicius Reis durch die Gefühlswelten seiner Figuren und dokumentiert dabei weniger, was sie tatsächlich sagen, als das, was sie nicht auszusprechen wagen. Wer verstehen will, wie Trauma und Reue diese vom Leben gezeichneten Charaktere versteinern lassen, muss ihre Gedanken in ihren Gesichtern lesen.

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