Kino
66. Berlinale: „S one strane“ von Zrinko Ogresta
Vergeben, Vergessen, Verfremdet Vergangenheit und Geschichte sind niemals objektiv. Was auch immer wir einst erlebt, gefühlt oder glauben, gesehen zu haben – es hat keinen Wahrheitsanspruch. Unsere persönliche Perspektive, unsere Emotionen und unsere Reflektion im Anschluss an das Geschehene sind prägend für unsere Erinnerung. Die Verzerrung von Evidenz und Faktizität ist unausweichlich. Folglich weiß niemand, […]
66. Berlinale: „Elixir“ von Daniil Zinchenko
Der Wald vor lauter Bäumen Anzugträger stehen mit Fackeln um einen Swimmingpool. Ein Mann in weißer Kutte wird in das Becken getaucht. Das Wasser färbt sich schwarz. Etwa zu Öl? Sind Religiöse am Werk, die Regierung oder doch die Kapitalisten? Der Zweck des folterhaften Rituals bleibt unergründet. Und schon geht es ab in den Wald. […]
„Empörung“ (OT: „Indignation“) von James Schamus
Tugend braucht keine Ideale Marcus Metzner ist ein guter Junge. Freundlich, aufgeweckt, überdurchschnittlich intelligent, ehrgeizig und trotzdem bodenständig. Aus einfachen Verhältnissen stammend, haben ihn seine Eltern alles gelehrt, worauf es in dieser Welt ankommt. Was sie ihm nicht beigebracht haben, ist das Recht, unnütze Prinzipien und Regeln bewusst zu hinterfragen. Trotzdem hat Marcus seinen eigenen […]
66. Berlinale: „Weekends“ von Dong-ha Lee
Singen gegen Diskriminierung ‚G-Voice‘ steht für „Gay-Voice“, also in etwa „Stimme der Homosexuellen“ und ist der Name eines koreanischen Männerchors, dessen Mitglieder, selbstredend, homosexuell sind. Seit über 12 Jahren existiert die Gruppe. Die Proben finden jedes Wochenende in Seoul statt. Regelmäßig tritt der Chor an verschiedenen Orten des Landes auf. Die Mitglieder gehen unter der […]
66. Berlinale: „Triapichniy Soyuz“ („Rag Union“) von Mikhail Mestetskiy
Die Welt aus den Angeln heben Zusammen mit seiner Mutter wohnt der stille Vania irgendwo in Moskau. An seinen Teenager-Wänden kleben Kurt Cobain, Freddy Mercury, John Lennon und Elvis Presley, die er nur allzu gerne zum Leben erwecken würde. Eine coole Gesellschaft wäre das. Überhaupt sind die ganzen guten Leute tot, glaubt Vania, und macht […]
66. Berlinale: „Sufat Chol“ von Elite Zexer
Der lange Weg zur neuen Ordnung Traditionen reifen über Jahrhunderte durch beständiges, rituelles Einüben normierter Ordnungsmuster. Ihre stete Wiederholung führt dazu, dass sich diese Normen und Regeln immer tiefer in die Biographie einer Kultur hineinfräsen und damit fortwährend die bestehende Ordnung manifestieren. Und dennoch ändern sich die Dinge von Zeit zu Zeit. Nur braucht es […]
66. Berlinale: „Girl Asleep“ von Rosemary Myers
Im Wald sind kleine Monster Greta ist 14 und neu an der Schule. Während ihre Eltern das neue Haus einrichten und die große Schwester mit dem städtischen Frauenschwarm rumknutscht muss Greta sich entscheiden, ob sie mit der angesagten Mädchen-Gang oder dem total verschwurbelten Elliot befreundet sein will. Beides geht nicht, es ist eine Entscheidung fürs […]
66. Berlinale: „Jug-yeo-ju-neun Yeo-ja“ („The Bacchus Lady“) von E J-yong
Selbst ist die Frau ‚So-young‘, aus dem Englischen abgeleitet für „so jung“, gilt als Pseudonym, das eine ältere Dame für den Kontakt mit ihren Kunden wählt. Sie arbeitet als Prostituierte in Seoul. Ihre Kunden trifft sie im Park oder spricht sie direkt auf der Straße an: „Wie wäre es mit einem Date?“. Dann geht sie […]
66. Berlinale: „Hail, Caesar!“ von Ethan und Joel Coen
Ein Tag im Leben des Hollywoodproduzenten Eddie Mannix (Josh Brolin): Hauptdarsteller gekidnappt, Boulevardjournalistinnen im Nacken und Schauspielerinnen, die sich nicht verheiraten lassen wollen. Der neue Film der Coen Brüder.
Interview mit „Another way“-Regisseur Chang-ho Cho
“Another way“, der neue Film des von Chang-ho Cho, wurde beim diesjährigen Black movie-Festival in Genf gezeigt. Berliner Filmfestivals hat sich mit ihm getroffen und sich mit dem koreanischen Regisseur über das Thema Selbstmord in der koreanischen Gesellschaft und die Reaktionen auf seinem Film unterhalten.
BFF on the Road: Black movie in Genf
Berliner Filmfestivals reiste in die Schweiz zum Black movie, dem "Festival für den unabhängigen Film", das 2016 mit über 100 Filmen aus allen Kontinenten seine 17. Ausgabe feierte.
„Coconut Hero“ von Florian Cossen
Die Leiden des jungen Mike Tyson Im kanadischen Faintville bereitet der Teenager Mike Tyson (Alex Ozerov) akribisch seinen Suizid vor. Missverstanden von der Mutter (Krista Bridges), früh verlassen vom Vater (Sebastian Schipper) und dauer-gehänselt von den idiotischen Mitschülern hat der Junge genug von seinem Leben. Er legt sein Kinderzimmer mit Folie aus, um keine Sauerei […]











